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Als im Herbst 2024 die Berichte über den Prozess von Gisèle Pelicot durch die Zeitungen gingen, traute ich meinen Augen nicht. Eine Frau wird von ihrem eigenen Ehemann fast zehn Jahre lang betäubt und sexuell missbraucht. Was die Vorstellungskraft gänzlich sprengt: Über fünfzig fremde Männer hatte er in dieser Zeit zu sich nach Hause eingeladen, damit auch sie sich an seiner bewusstlosen Frau vergreifen konnten, während er alles filmte. Wie kann so etwas unbemerkt passieren? Wie kann ein Mensch eine solche Perversion fast fünfzig Jahre Ehe lang vor seiner eigenen Familie verbergen, vor drei gemeinsamen Kindern, vor den Enkeln, vor den Nachbarn?










