Meinen Blognamen habe ich schon mehrmals geändert, einmal nannte ich mich Querbeetleserin, weil ich tatsächlich querbeet durch alle denkbaren Genres lese. Und auch wenn in manchen Jahren ein gewisser Hang zu zeitgenössischer Literatur, Klassikern oder New Adult auffällig war: Ein Genre hat mich seit meiner Kindheit konstant begleitet – Krimis. Ohne sie kann ich mir mein Leseleben gar nicht vorstellen.
Autor: Alexandra
Leselisten und Lesepläne, die weiter als eine Woche in die Zukunft reichen, haben bei mir noch nie funktioniert. Bei Neuerscheinungen schaue ich aber immer mal wieder genauer hin, und da kommt schon mal eine Liste mit vielversprechenden Neuerscheinungen dieses Frühjahrs 2026 zusammen, auf die ich mich sehr freue. Diesmal sind es Titel aus ganz unterschiedlichen Genres: Roman und Sachbuch, Satire, Familienepos und Kunstgeschichte – alles Titel, bei denen ich sofort neugierig geworden bin, sobald ich vom Erscheinen gehört habe.
Als im Buchclub von Katharina von Scriptophil (Youtube) das Buch des Monats gewählt wurde und die Wahl auf Der Report der Magd fiel, habe ich nicht lange gezögert. Ein Buch, das immer wieder zitiert wird, von dem eine beliebte Verfilmung kursiert – mich hat es schon lange interessiert, warum dieses 1985 erschienene Buch auch heute noch heftig diskutiert und intensiv besprochen wird.
Also habe ich zum Buch gegriffen und wurde überrascht, denn mit dem, was mich erwartete, hatte ich nicht gerechnet.
Lesemonat März 2026
Der März war in diesem Jahr grau, kalt und ziemlich hartnäckig, als hätte der Winter beschlossen, noch eine Ehrenrunde zu drehen. Passend dazu hat sich auch mein Lesemonat angefühlt: Angefangen mit „22 Bahnen“ von Caroline Wahl, das trotz des großen Hypes eine echte Enttäuschung war. Nur die kurzen 220 Seiten haben mich davor bewahrt, es abzubrechen. Danach wurde es besser, aber nicht unbedingt leichter: Dostojewskij, Orwell, Ferrante – alles Bücher, die nicht gerade für Leichtigkeit stehen. Einzig Judith Luig mit ihrem Buch über den ganz normalen Urlaubswahnsinn hat zwischendurch für etwas Auflockerung gesorgt.
Heute ist der 1. April – Tag des Humors. Und weil ich finde, dass Humor in der Literatur viel zu wenig gefeiert wird, habe ich hier meine neun liebsten Bücher zusammengestellt, die mir persönlich ganz oft beim Lesen ein Dauerkichern entlockt haben, nicht selten begleitet von einer verstörten Nachfrage meines Mannes: „Alles gut bei dir?“
Als Nadine von Eulenmärchen auf Instagram von ihrer aktuellen Lektüre erzählte und ich die Schlagworte las – Kinder, soziale Netzwerke, eine Mutter, die ihre Familie für eine Reality-Show vermarktet – war ich sofort angefixt. Das Thema trifft einen Nerv: Wie ausgeliefert Kinder den Erwachsenen sind, und wie kopflos manche Eltern ihre eigenen Kinder zur Zielscheibe im Internet machen. Das 2022 auf Deutsch erschienene Buch der französischen Autorin hatte ich somit schnell angefangen zu lesen.
Mit großen Erwartungen aufgeschlagen, mit großer Ratlosigkeit zugeklappt – so lässt sich mein Leseerlebnis mit 22 Bahnen am ehesten zusammenfassen.
Ich bin wieder zurück aus einer langen Blogpause mit einer sehr unterhaltsamen Empfehlung, die wohl vor allem Eltern mit Kleinkindern mental auf die kommende Urlaubssaison einstimmen dürfte.
Lesemonat September 2025
Ein Thriller mit über 800 Seiten, ein Sachbuch und ein moderner Klassiker – das war meine Ausbeute im September.
Dass der neue Roman von Dan Brown erscheint, habe ich ganz zufällig erfahren. Nach acht Jahren Funkstille hatte ich den Autor gar nicht mehr auf dem Schirm. Umso größer war die Freude, denn seine Bücher garantieren spannende, lehrreiche und atmosphärische Lesestunden. Sie entführen in eine Welt voller Geschichte, Symbole und Geheimnisse. In dieser besonderen Atmosphäre taucht man völlig ein, fühlt sich als Teil der Geschichte und erlebt Abenteuer, die paradoxerweise gleichzeitig zum Denken anregen als auch entspannen. Man folgt nur allzu gern Robert Langdon, dem sympathischen Symbolforscher und Professor an der Harvard Universität.
Doch der neue Roman ist nicht ganz typisch Dan Brown, denn diesmal wendet sich der Autor den Geheimnissen der Zukunft zu und lässt die der Vergangenheit weitgehend ruhen.










